Vertrauen der Europäer in die USA auf historischem Tiefstand

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Vertrauen der Europäer in die USA auf historischem Tiefstand

Im Juni 2026 betrachten nur noch 11 % der Europäer die USA als zuverlässigen Verbündeten – ein deutlicher Rückgang seit 2024, ausgelöst durch die Politik der Trump-Administration und transatlantische Spannungen. Europäische Länder reagieren mit Stärkung ihrer strategischen und militärischen Autonomie.

Vertrauen der Europäer in die USA als Verbündeten bricht auf historischen Tiefstand ein

Historischer Vertrauensverlust

Im Juni 2026 erreicht das Vertrauen der Europäer in die USA als Verbündeten einen historischen Tiefstand. Eine Umfrage in fünfzehn Ländern zeigt, dass nur noch 11 % der Befragten Washington als zuverlässigen Partner betrachten. Diese Zahl markiert einen deutlichen Rückgang seit November 2025, als noch 22 % der Europäer dieses Vertrauen äußerten.

Der Rückgang hat sich seit der Rückkehr von Donald Trump ins US-Präsidialamt im November 2025 beschleunigt. Noch im Dezember 2025 sahen 16 % der Europäer die USA als Verbündeten. Der Rückgang um fünf Prozentpunkte innerhalb eines halben Jahres verdeutlicht eine wachsende Skepsis, die durch politische und strategische Differenzen genährt wird.

Die transatlantischen Beziehungen wurden durch einseitige Entscheidungen der Trump-Administration erschüttert. Die Infragestellung von Handelsabkommen wie dem Transatlantischen Handels- und Investitionspartnerschaftsabkommen (TTIP) und der teilweise Rückzug aus der NATO (Nordatlantikpakt-Organisation) haben zu diesem Misstrauen beigetragen. Die Europäer sehen diese Schritte als Bruch mit Jahrzehnten der Zusammenarbeit.

Länderspezifische Einblicke

Das Misstrauen gegenüber den USA variiert stark zwischen den Ländern. In Dänemark, traditionell eng mit Washington verbunden, betrachten nur noch 18 % der Befragten die USA als Verbündeten. In Frankreich sinkt dieser Wert auf 9 %, wo sich die diplomatischen Spannungen seit 2025 verschärft haben.

In Spanien ist die Wahrnehmung noch negativer: Nur 7 % der Befragten vertrauen den USA. Die Spanier äußern Vorbehalte gegenüber der Zuverlässigkeit der USA in Bereichen wie dem Kampf gegen den Klimawandel, insbesondere nach dem Austritt der USA aus dem Pariser Abkommen im Jahr 2025.

Diese Unterschiede spiegeln nationale Sensibilitäten wider. Die baltischen Staaten wie Estland und Lettland bleiben mit Vertrauenswerten von über 25 % optimistischer. Ihre strategische Abhängigkeit von der NATO und den US-Sicherheitsgarantien erklärt diesen Unterschied. Dennoch ist auch hier ein rückläufiger Trend zu beobachten.

Wahrnehmung der US-Unterstützung

Eine Mehrheit der Europäer zweifelt daran, dass die USA im Falle eines Angriffs zu ihrer Unterstützung eilen würden. Diese Skepsis hat sich nach den mehrdeutigen Äußerungen von Donald Trump zu Artikel 5 des NATO-Vertrags verstärkt, der eine kollektive Reaktion im Falle einer Aggression gegen ein Mitglied vorsieht. Im Jahr 2026 deutete der US-Präsident an, dass die USA möglicherweise nicht eingreifen würden, wenn ein verbündetes Land seine finanziellen Verpflichtungen nicht erfülle.

Diese Unsicherheit hat mehrere europäische Länder dazu veranlasst, ihre Verteidigungsstrategie zu überdenken. Frankreich und Deutschland haben ihre militärische Zusammenarbeit beschleunigt und im März 2026 eine europäische Eingreiftruppe gegründet. Dieses Projekt, das lange Zeit durch interne Differenzen blockiert war, wurde schließlich unter dem Druck der Ereignisse realisiert.

Die Europäer hinterfragen auch die Kohärenz der US-Außenpolitik seit 2025. Die Kehrtwenden in Fragen wie der Ukraine, wo die USA ihre militärische Unterstützung 2025 reduziert haben, haben die Ängste genährt. Die osteuropäischen Länder, die direkt von Russland bedroht sind, fühlen sich angesichts dieser Unberechenbarkeit besonders verletzlich, wie Analysten betonen.

Auswirkungen auf die transatlantischen Beziehungen

Das wachsende Misstrauen gegenüber den USA könnte langfristige Folgen für die transatlantischen Beziehungen haben. Handelsabkommen wie das Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaftsabkommen (TTIP) liegen seit 2025 auf Eis. Die ohnehin schwierigen Verhandlungen wurden nach der Rückkehr von Donald Trump vollständig eingestellt.

Die Europäer suchen nun nach Möglichkeiten, ihre Partnerschaften zu diversifizieren. Die Europäische Union hat ihre Beziehungen zu Ländern wie Kanada, Japan und Australien gestärkt. Im April 2026 wurde ein Abkommen zur wirtschaftlichen Zusammenarbeit mit diesen drei Nationen unterzeichnet, das den Willen zeigt, die Abhängigkeit von den USA zu verringern.

Auf militärischer Ebene hat die Europäische Union 2025 einen gemeinsamen Verteidigungsfonds in Höhe von fünfzig Milliarden Euro aufgelegt. Dieser Fonds soll industrielle und technologische Projekte finanzieren, um die strategische Autonomie des Kontinents zu stärken. Die Europäer hoffen, so ihre Verwundbarkeit gegenüber den US-Unsicherheiten zu verringern.

Reaktionen der politischen Führung

Die europäischen Spitzenpolitiker haben auf diese Umfrage mit Zurückhaltung reagiert. Der französische Präsident rief zu einem „souveräneren Europa“ auf und betonte die Notwendigkeit, die militärischen und industriellen Fähigkeiten des Kontinents zu stärken. In Deutschland insistierte der Bundeskanzler auf der Bedeutung des Dialogs mit Washington trotz der Differenzen.

In Großbritannien nahm der Premierminister eine versöhnlichere Haltung ein. London, das enge Beziehungen zu den USA pflegt, versuchte, eine Vermittlerrolle einzunehmen. Dennoch bestehen weiterhin Spannungen, insbesondere in Fragen wie dem Brexit und den Beziehungen zu China.

Die osteuropäischen Länder, insbesondere Polen, haben ihre Besorgnis über dieses Misstrauen zum Ausdruck gebracht. Warschau, das stark von den Sicherheitsgarantien der USA abhängig ist, hat eine Klarstellung der US-Position zur NATO gefordert. Die polnischen Führungskräfte haben zudem ihre Zusammenarbeit mit Frankreich und Deutschland verstärkt, um ihre Bündnisse zu diversifizieren.

Zukunft der NATO und Sicherheitsbündnisse

Die Zukunft der NATO steht im Mittelpunkt der europäischen Sorgen. Der 1949 unterzeichnete Vertrag basiert auf der Solidarität zwischen seinen Mitgliedern. Allerdings haben die Äußerungen von Donald Trump zu Artikel 5 Zweifel an der US-Verpflichtung gesät. Im Jahr 2025 begannen mehrere europäische Länder, Alternativen zur Sicherung ihrer Sicherheit zu erkunden.

Frankreich hat die Schaffung einer „Europäischen Verteidigungsgemeinschaft“ vorgeschlagen, ein Projekt, das Debatten auslöst. Einige Länder, wie Deutschland, unterstützen diese Initiative, während andere, wie Ungarn, darin eine Bedrohung für ihre Souveränität sehen. Die Diskussionen gehen weiter, doch interne Spaltungen verlangsamen den Fortschritt.

Die Europäer suchen auch nach einer Stärkung ihrer Zusammenarbeit mit anderen Organisationen, wie der Afrikanischen Union und der Vereinigung Südostasiatischer Nationen. Diese Partnerschaften zielen darauf ab, die Bündnisse zu diversifizieren und die Abhängigkeit von den USA zu verringern. Allerdings benötigen diese Initiativen Zeit und erfordern erhebliche Investitionen.

Wirtschaftliche und strategische Auswirkungen

Das Misstrauen gegenüber den USA hat wirtschaftliche Auswirkungen. Europäische Unternehmen reduzieren ihre Investitionen in den USA aus Angst vor protektionistischen Maßnahmen. Im Jahr 2026 sanken die direkten europäischen Investitionen in den USA laut Daten der Europäischen Zentralbank um 15 %.

Besonders betroffen sind die Technologie- und Energiesektoren. Die USA haben 2025 Zölle auf europäische Importe von Solarmodulen und Windkraftanlagen verhängt. Diese Maßnahmen lösten eine Reaktion der Europäischen Union aus, die mit Handelsvergeltungsmaßnahmen drohte.

Auf strategischer Ebene streben die Europäer danach, eigene Fähigkeiten zu entwickeln. Die Europäische Union startete 2026 ein Projekt für einen unabhängigen Kommunikationssatelliten, um die Abhängigkeit von US-Systemen zu verringern. Dieses mit zehn Milliarden Euro ausgestattete Projekt soll die europäische Souveränität in kritischen Bereichen stärken.

Fazit: Perspektiven und Unsicherheiten

Das wachsende Misstrauen der Europäer gegenüber den USA als Verbündetem markiert einen Wendepunkt in den transatlantischen Beziehungen. Diese Entwicklung, beschleunigt durch die Rückkehr von Donald Trump ins Präsidentenamt, könnte langfristige Folgen haben. Die Europäer streben danach, ihre Partnerschaften zu diversifizieren und ihre strategische Autonomie zu stärken.

Allerdings gibt es zahlreiche Herausforderungen. Interne Spaltungen innerhalb der Europäischen Union, Haushaltsbeschränkungen und geopolitische Unsicherheiten erschweren diese Bemühungen. Die kommenden Jahre werden entscheidend sein, um zu bestimmen, ob Europa zu einem unabhängigeren Akteur auf der internationalen Bühne werden kann.

Die Beziehungen zu den USA bleiben eine zentrale Frage. Die Europäer müssen einen Ausgleich finden zwischen der Notwendigkeit, mit Washington zusammenzuarbeiten, und dem Wunsch, ihre Abhängigkeit zu verringern. Die nächsten US-Wahlen, die für 2028 geplant sind, könnten diese Dynamik ebenfalls beeinflussen.

In diesem Kontext steht Europa an einem Scheideweg. Die Fähigkeit der europäischen Führungskräfte, ihre Differenzen zu überwinden und ihre Zusammenarbeit zu stärken, wird die Zukunft des Kontinents bestimmen. Eines ist sicher: Das Vertrauen in die USA wird sich nicht über Nacht wieder aufbauen lassen.

Schlüsselpunkte

  • Nur 11 % der Europäer sehen die USA 2026 als zuverlässigen Verbündeten, 2024 waren es noch 22 %.
  • Das Misstrauen hat sich seit der Rückkehr von Donald Trump ins Präsidentenamt 2025 beschleunigt, unter anderem durch einseitige Entscheidungen wie den teilweisen Rückzug aus der NATO.
  • Europäische Länder diversifizieren ihre Partnerschaften (Kanada, Japan, Australien) und stärken ihre militärische Autonomie (gemeinsamer Verteidigungsfonds von 50 Milliarden Euro).
  • Die baltischen Staaten bleiben zuversichtlicher (über 25 %), doch der Trend ist in ganz Europa rückläufig.
  • Die Zukunft der NATO wird nach den mehrdeutigen Äußerungen Trumps zu Artikel 5 infrage gestellt.

Quellen

  1. DW English - "Nur 1 von 10 Europäern sieht die USA als Verbündeten — Studie". (sekundär)
  2. CBS International - "Nur 1 von 10 Europäern sieht die USA jetzt als Verbündeten, laut Umfrage". (sekundär)
  3. Independent World - "Nur 11 % der Europäer betrachten die USA als Verbündeten, so eine Umfrage". (sekundär)
  4. Straits Times SG - "Nur 11 % der Europäer betrachten die USA als Verbündeten, zeigt Umfrage". (sekundär)

Transparenz: 4 Quellen (0 primäre, 4 sekundäre). Überprüfung: 10. Juni 2026.

Truthyx - 10. Juni 2026